Es. Ist. Nicht. Fair. von Fox Benwell

© dtv Verlag

Fox Benwell
Es. Ist. Nicht. Fair.
dtv Verlag
Preis für TB/E-Book: 10,95€/10,99€
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*Rezensionsexemplar

Soras Geschichte ist eine sehr berührende. Er ist erst 17 und hat die Diagnose ALS erhalten. Eine Krankheit, die nicht behandelbar ist und bei der der Körper nach und nach seinen Dienst versagt, bis man am Ende an Organversagen stirbt.
Sora sitze am Anfang des Buches bereits im Rollstuhl und weiß, dass er wahrscheinlich nur noch Monate zu leben hat. Ein Leben mit Ablaufdatum sozusagen, auch wenn seine Mutter versucht, ihm diese Zeit so angenehm wie möglich zu machen. Doch eigentlich will er nur eines: Von seinen Mitmenschen ganz normal behandelt werden und wo funktioniert das besser als in der Anonymität des Internets? Und so meldet sich Sora schließlich in einem Forum für Jugendliche an, in dem er zwei wundervolle Freunde trifft. Die beiden habe ich wirklich schnell ins Herz geschlossen, gerade als es darum geht, dass sie auch im realen Leben mit Sora zu tun haben und ihn kennenlernen wollen.
Wichtig ist auf jeden Fall noch zu wissen, dass dieser Roman ein japanisches Setting hat und daher dort teilweise auch eine andere Mentalität herrscht als hier in Deutschland. Es ist jedoch alles sehr realistisch und vor allem auch nachvollziehbar dargestellt. Nicht nur das Fortschreiten von Soras Krankheit, sondern auch das Verhalten seiner Mutter, das der Freunde und die Probleme, die auch die beiden in ihrem Leben haben.
Die drei verbindet schon bald eine wunderbare Freundschaft und mir hat auch der Besuch bei Soras Großeltern sehr gefallen, bei dem man nochmal eine ganz andere und traditioneller geprägter Seite erlebt.
Das Ende des Buches hat mich berührt, hätte aber durchaus noch emotionaler und dramatischer dargestellt werden können. Insgesamt ist das gesamte Buch eher von einer ruhigen Stimmung geprägt und die Sache mit den E-Mails, in denen es darum geht, dass Jugendliche ein Zeichen setzen und Selbstmord begehen sollen, die am Anfang noch einen sehr großen Raum einnimmt, spielt für mich am Ende eine fast schon irrelevante Rolle und hatte eigentlich keine Auswirkungen auf den Plot, was ich doch enttäuschend fand.
Insgesamt ist es ein schönes Buch, bei dem mir aber die Highlights fehlten.

3,5 von 5 Bäumchen

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